Mythos: Eine große PV-Anlage rechnet sich automatisch am besten. Fakt: Die Dimensionierung sollte zur Dachfläche, zum Lastprofil und zu realistischen Verbrauchszeiten passen. Im Team bewerten wir Nutzen und Risiken, damit weder unnötige Investitionen noch spätere Engpässe entstehen.

Mythos: Ohne Batteriespeicher lohnt Eigenverbrauch kaum. Fakt: Schon über zeitlich passenden Verbrauch (z. B. Waschmaschine, Wärmepumpe, Warmwasser) lässt sich der Anteil oft erhöhen. Risiko bleibt, dass Komfortfunktionen zu Mehrverbrauch verleiten; daher planen wir klare Schaltregeln und messen die Effekte.

Mythos: Dächer sind statisch immer unkritisch, solange Module „leicht“ sind. Fakt: Dachlasten, Windzonen, Schneelast und Befestigung sind Teil der Planung und beeinflussen Sicherheit sowie Kosten. Nutzen ist eine robuste Auslegung, Risiko sind Verzögerungen oder Nacharbeiten, wenn diese Prüfung zu spät erfolgt.

Mythos: Ost-West ist grundsätzlich schlechter als Süd. Fakt: Ost-West kann die Erzeugung über den Tag verteilen und Lastspitzen besser treffen, was für Eigenverbrauch hilfreich sein kann. Risiko: Je nach Verschattung und Dachneigung sinkt der Gesamtertrag; darum priorisieren wir eine Verschattungsanalyse und Stringplanung.

Mythos: Wartung ist bei PV praktisch überflüssig. Fakt: Sichtprüfungen, Monitoring und gelegentliche Reinigung nach Bedarf helfen, Fehler früh zu erkennen. Risiko ist weniger die „Schmutzschicht“ als unbemerkte Ausfälle; daher legen wir fest, wer Meldungen aus dem Wechselrichter-Portal prüft und wie schnell reagiert wird.

Mythos: Energieeffiziente Fenster haben mit PV nichts zu tun. Fakt: Bessere Fenster reduzieren Heiz- und Kühlbedarf und verschieben den Stromverbrauch von Wärmepumpe oder Klimagerät, was die Auslegung beeinflusst. Risiko: Wenn Sanierungen nach der PV-Planung kommen, kann die Anlage über- oder unterdimensioniert wirken; wir stimmen Maßnahmen zeitlich ab.

Mythos: Wasser sparen ist nur ein Umweltthema, kein Stromthema. Fakt: Warmwasserbereitung benötigt Energie, und geringerer Warmwasserbedarf kann den Verbrauch zur Mittagszeit senken oder verschieben. Nutzen ist eine realistischere Lastkurve, Risiko ist eine zu optimistische Annahme; wir kalkulieren mit nachvollziehbaren Verbrauchsdaten statt Wunschwerten.

Mythos: Rechtliche Fragen spielen bei PV im eigenen Haus kaum eine Rolle. Fakt: Bei Selbstständigen, Homeoffice oder vermieteten Teilen entstehen Fragen zu Abrechnung, Verträgen und Dokumentation, ohne dass man in komplizierte Konstrukte gehen muss. Risiko sind Missverständnisse bei Angeboten oder Leistungsbeschreibungen; wir empfehlen, wichtige Punkte schriftlich zu klären und bei Bedarf Rechtsberatung für Selbstständige einzubeziehen.